Kategorie-Archiv: Öffentlichkeitsarbeit

Interview mit Alexander Herschung

Beim 87. Deutschen Archivtag ist der Software-Hersteller Startext bereits zum wiederholten Male Sponsor des Kongresses. Wir haben mit Inhaber und Geschäftsführer Alexander Herschung gesprochen.

Startext Inhaber & Geschäftsführer Alexander Herschung

VdA: In den vergangenen Jahren war Startext in unregelmäßigen Abständen bei verschiedenen Fachtagungen präsent. Der Deutsche Archivtag mit der Fachmesse ARCHIVISTICA ist für Sie ein fester Jahrestermin – was ist aus Ihrer Sicht das Alleinstellungsmerkmal der ARCHIVISTICA?

A.H.: Die Menge und Vielfältigkeit sowohl der Besucher, als auch der Vortrags- und Workshopthemen, sowie der teilnehmenden Aussteller zeichnen die Archivistica aus. Anregende archivfachliche Gespräche und Veranstaltungen sind ebenso garantiert, wie zahlreiche Kontakte zu unseren Kunden und Interessenten.

Ich verfolge in der startext eine eigene F&E-Strategie, wir  entwickeln  initiativ innovative Werkzeuge und Softwarekomponenten und freuen uns jährlich zur Archivistica auf die Gelegenheit, unsere Neuentwicklungen der Archivcommunity vorzustellen. In diesem Jahr präsentieren wir unser neuestes Produkt  COMO für die Übernahme unstrukturierter Dateisammlungen.

VdA: Das Archivwesen befindet sich in einem gewaltigen Wandel; in der Informationsgesellschaft wird der Dienstleistungsgedanke für die Archive immer wichtiger. Die Software muss ständig Schritt halten und entsprechend angepasst werden. Wünschen Sie sich nicht heimlich die Pionierzeit der Softwareanbieter zurück?Weiterlesen

Interview mit Matthias Ripp

Beim 87. Deutschen Archivtag in Wolfsburg wird Matthias Ripp am Freitag, den 29. September, die Fortbildungsveranstaltung 6 leiten. Dort werden sich die TeilnehmerInnen mit der Rolle der Archive für das urbane kulturelle Erbe im Kontext der Welterbevermittlung befassen. Wir haben uns mit ihm darüber unterhalten:

Matthias Ripp

VdA: Beim Stichwort urbanes kulturelles Erbe denken viele vermutlich an historische Altstädte, etwa in Lübeck oder Bamberg. Was bedeutet der Begriff für Sie?

M.R.: Der Begriff urbanes kulturelles Erbe ist derzeit einem Bedeutungswandel unterzogen. Während der Anfänge der Denkmalpflege standen einzelne Monumente im Zentrum der Schutzbemühungen. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hat man dann angefangen in Ensembles zu denken und die vorerst baulichen Zusammenhänge mitzudenken. Heute im 21. Jahrhundert versteht man unter dem Begriff urbanes kulturelles Erbe vor allem auch im englischsprachigen Raum ein ganzheitliches System aus Artefakten, Bauten, immateriellen Dingen, Schriftgut, etc. das einem steten Wandel in seiner Bedeutung und Funktion für die Bürgerinnen und Bürger unterworfen ist.

VdA: In welcher Beziehung stehen die Archive zum urbanen kulturellen Erbe?

M.R.: Mit diesem sich abzeichnenden modernen Begriffsverständnis des kulturellen Erbes erlangen Archive zunehmend einen Bedeutungszuwachs. Oftmals logieren Archive in bedeutenden Baudenkmälern und haben eine materielle Funktion. Ihre Inhalte sind Teil des kollektiven Gedächtnisses und oft untrennbar mit materiellem oder immateriellem kulturellem Erbe verbunden. Archive sind somit oft ein essentieller Teil des urbanen kulturellen Erbes, auch wenn sie noch nicht immer so wahrgenommen werden.Weiterlesen