Vorregistrierung (Online-Anmeldung) endet

Am  Freitag, 7. September, endet die Vorregistrierung für den 88. Deutschen Archivtag. Eine Online-Anmeldung ist danach nicht mehr möglich.

Wer die die bequeme Anmeldung über die Kongresswebsite nutzen möchte, hat dafür noch bis nächsten Freitag um 12:00 Uhr Zeit. Danach ist eine Anmeldung nur noch direkt im Tagungsbüro auf dem Kongress in Rostock möglich (hierfür fallen zusätzlich 10 Euro Bearbeitungsgebühr an).

Nur noch wenige Plätze verbleiben in den Fortbildungsveranstaltungen, auch beim Rahmenprogramm sind bereits mehrere Führungen und der Begegnungsabend ausgebucht.

Abstracts jetzt online

Die Abstracts zu den großen Plenarsitzungen wurden auf der Kongresswebsite zum 88. Deutschen Archivtag eingestellt. Interessierte, die bereits heute einen Eindruck von den bevorstehenden Veranstaltungen erlangen möchten, können die Abstracts nun einsehen und -nach Wunsch- im PDF-Format herunterladen.

Jetzt auf der Kongresswebsite verfügbar: Abstracts zu den Plenarveranstaltungen Bild: Adam Clarkson

Verfügbar sind Abstracts zu allen großen Plenarveranstaltungen:

Aktuelles: Frühbucherrabatt endet

Die Frist für den Fühbucherrabbat beim 88. Deutschen Archivtag läuft in der kommenden Woche aus. InteressentInnen können diesen bei der Online-Anmeldung noch bis zum Freitag, 22. Juni, um 12:00 Uhr nutzen.

Letzte Chance auf günstige Konditionen: Der Frühbucherrabatt endet am 22. Juni 2018 um 12:00 Uhr. Foto: VdA

Je nach Kategorie winken den TeilnehmerInnen Preisnachlässe bis zu 30€ (siehe auch Tabelle im Programmheft auf Seite 28). Der Frühbucherrabatt ist noch bis kommenden Freitag buchbar und muss bis zum 30. Juni 2018 bezahlt werden.

Erste Veranstaltungen sind bereits ausgebucht: So ist eine Anmeldung für die Fortbildung 2 (Pfade ins digitale Dickicht. Chancen und Herausforderungen bei der Erschließung mit Normdaten) sowie für die Führungen F3, F8 und F12 leider nicht mehr möglich. Auch bei den restlichen Fortbildungen und Führungen können wir reges Interesse feststellen. Hier sind jedoch noch wenige Restplätze verfügbar.

Tagungsblog zum 88. Deutschen Archivtag 2018 in Rostock

Ab sofort begleiten wir in diesem Blog den 88. Deutschen Archivtag, der vom 25. bis 28. September 2018 in Rostock stattfinden wird. An dieser Stelle finden Sie im Vorfeld Berichte und Neuigkeiten rund um den Kongress und eine ausführliche Berichterstattung während des Archivtags.

Herzlich willkommen zum Tagungsblog DAT Rostock 2018! Foto: VdA

Im vergangenen Jahr haben wir erstmalig einen eigenen Tagungsblog für den 87. Deutschen Archivtag in Wolfsburg bereitgestellt und waren gespannt auf die Reaktionen. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigten deutlich, dass ein Tagungsblog auch für den 88. Deutschen Archivtage in Rostock gewünscht wurde. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach und heißen Sie hiermit herzlich willkommen zur mittlerweile zweiten Ausgabe des Tagungsblogs!

Natürlich gibt es wie gewohnt weiterhin Neuigkeiten und Statusupdates auf unserer Homepage sowie auf unserem Twitterkanal.

Wir hoffen, Ihnen eine interessante Lektüre bieten zu können!
Ihr Redaktionsteam

 

Podiumsdiskussion „Big Data und die Archive“ – ein erfreulich „wortreicher“ Abschluss

Viele Archivtagsteilnehmer hatten in den letzten Jahren den Wunsch geäußert, den Archivtag durch mehr Zeit für Diskussion lebendiger zu gestalten. Das Programmkomitee modifizierte daher die Zweite Gemeinsame Arbeitssitzung zu einer Podiumsdiskussion und gab dieser Veranstaltung ein Thema mit, das vom Titel her ein „Blockbuster“ sein sollte: „Big Data und die Archive: Das Wechselverhältnis von technologischen Innovationen, Massenbearbeitung und archivischen Arbeitsprozessen“.

Die Leitung der Podiumsdiskussion hatte Dr. Bettina Joergens (Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, Detmold / Mitglied VdA-Gesamtvorstand) übernommen, die diese schwierige Aufgabe – das soll gleich zu Anfang gesagt werden – auch hervorragend bewältigte. Sie eröffnete mit einem Zitat von Wolf D. Meier-Scheuven (Präsidenten der IHK Ostwestfalen), der vor kurzem die aktuelle Situation folgenmaßen kurz zusammengefasst hatte: „Die Art, wie wir arbeiten, und die Kommunikation der gesamten Wertschöpfungskette ändern sich radikal“.

Vlnr.: Dr. Bettina Joergens, Dr. Sabine Graf und Dr. Hannah Mormann. Foto: VdA

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Rückblick: Medienresonanz

Der 87. Deutsche Archivtag 2017 ist vorüber. Gut 50 Einzelveranstaltungen in drei Tagen bot das Programm den TeilnehmerInnen. Besprochen und diskutiert wurde der Kongress von diesen in den sozialen Netzwerken, doch auch die klassischen Medien berichteten. Ein kurzer Rückblick auf die Medienresonanz zum Kongress in Wolfsburg.

Noch am Abend des 27. Septembers erschien in der Online-Ausgabe der Braunschweiger Zeitung und ihren lokalen Versionen Helmstädter Nachrichten und Wolsburger Nachrichten ein Artikel zur Eröffnungsveranstaltung des Archivtags:

Der Artikel der Braunschweiger Zeitung/ Wolfsburger Nachrichten kann hier online abgerufen werden: Wie die Welt durch Digital-Archive besser wird

Ebenfalls der Eröffnungsveranstaltung widmeten sich zwei Artikel in der Printausgabe der Wolfsburger Allgemeinen vom 28. September: „Sie und wir können die Welt verbessern“ [zum Vortrag von Johan Jungwirth]

Gar nicht angestaubt: 700 Archivare aus aller Welt in Wolfsburg [zu Eröffnung und Kongress allgemein]Weiterlesen

Bericht zur Sektionssitzung 4

Ein Gastbeitrag von Dr. Tobias Herrmann

Am zweiten Kongresstag beschäftigte sich die Sektionssitzung 4 mit dem Bereich Bestanderhaltungsmanagement. Zum Rahmenthema „Heute schon an Morgen gedacht“ wurden drei Vorträge mit unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung gehalten.

Johannes Kistenich-Zerfaß vom Hessischen Landesarchiv Darmstadt stellte unter dem Titel „Den Zerfall nicht dem Zufall überlassen“ die Entwicklung eines Arbeitsprogramms zum Originalerhalt in Hessen vor. Im Mittelpunkt dessen steht die „mathematische“ Ermittlung von Beständen, die mit besonders hoher Priorität bestandserhalterischen Maßnahmen unterzogen werden sollen.

Dr. Kistenich-Zerfaß sprach zum Originalerhalt in der Sektion 4. Foto: VdA

Auf der einen Seite wird durch Einteilung in Schadensklassen und Betrachtung von Schadensbildern das Schadensausmaß erfasst. Auf der anderen Seite werden die Bestände in bestimmten Kategorien gewichtet auf ihren „Wert“ hin geprüft: Handelt es sich um einen Rückgratbestand? Ist der Bestand für die Rechtssicherung von Bedeutung? Wie ist der Überlieferungskontext? Ist der Bestand zur Gewinnung von Drittmitteln geeignet? Durch die Multiplikation der Ergebnisse ergibt sich eine klare Abfolge der einbezogenen Bestände. Im letzten Schritt kann noch die „Ressourceneffizienz“ berücksichtigt werden, d.h. die Überlegung, wo die eingesetzten Haushaltsmittel zu einem besonders großen Umfang an restaurierten Unterlagen führen.Weiterlesen

Bericht zur Sektionssitzung 3

Ein Gastbeitrag von Dr. Antje Diener-Staeckling

„Automatisierung, wohin man blickt, aber in den Archiven und auch Bibliotheken wird noch viel im direkten Kundenkontakt erledigt.“ So führte Torsten Musial in die Sektion 3 ein. Welche Möglichkeiten die schöne neue Medienwelt liefern könnte, diesen Zustand zu ändern habe nicht zuletzt der Abendvortrag am ersten Veranstaltungstag gezeigt.

Es ist der heimliche Traum eines jeden Archivars, einer jeden Archivarin: Bei Massenakten muss nicht mehr jede Verzeichnungseinheit einzeln bearbeitet werden, sondern eine Software nimmt gleich ganze Akten-Gruppen auf. Genauso wird schon seit Jahren auf eine Software gehofft, die Handschriften entziffern kann. Die Entwicklungen der modernen Technik bieten nicht nur Möglichkeiten, sondern zeigen auch immer wieder neue Grenzen der Technik nicht nur im Archivbereich auf. Damit sei das Thema der 3. Sektion beim Deutschen Archivtag in Wolfsburg kurz umrissen.

Michael Aumüller vom Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim. Foto: VdA

Zu Beginn stellten Michael Aumüller und Ulrike Kühnle vom Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim das Projekt „Rationelle Erfassung und Verwaltung massenförmiger Unterlagen“ im Grundbucharchiv vor. Ausgang war zunächst eine Anfrage bei den Justizbehörden des Landes Baden-Württemberg, den Hauptnutzern des Archivs. Daran orientiert wurden seit Mitte 2012 bis 2017 die Aufgaben von 663 Grundbuchämtern in 13 Amtsgerichte überführt und auf elektronische Bearbeitung umgestellt. Als Folge werden alle Papierunterlagen im Zentralgrundbucharchiv zusammengeführt.Weiterlesen

Bericht zur Sektionssitzung 1

Ein Gastbeitrag von Dr. Bastian Gillner

Sie sind traurige Realität in den meisten Archiven: Erschließungsrückstände, und davon meist eine ganze Menge. Sie entstehen durch eine hohe Arbeitsbelastung in den Archiven, die zu einer Priorisierung zwingt, welche aber zumeist nicht zu Gunsten der Erschließung ausfällt. Schließlich verursachen die ruhenden Bestände – im Unterschied zu den meisten anderen Aufgaben – erst einmal keinen Handlungsdruck. Möglichen Lösungen dieses Problems widmete sich die erste Sektionssitzung des Deutschen Archivtags 2017 unter dem Motto Im Rückstand – Was tun mit unseren „Altlasten“ und taugen unsere Standards?

Leiter Dr. Hans-Christian Herrmann und die Referentinnen. Foto: VdA

Jürgen Treffeisen vom Landesarchiv Baden-Württemberg Generallandesarchiv Karlsruhe eröffnete mit einem Paukenschlag: Im Generallandesarchiv Karlsruhe läuft die Erschließung größtenteils über nicht-ständige MitarbeiterInnen, deren Zahl bis zu 25 beträgt. Vorwiegend handelt es sich dabei um Hilfskräfte, angefangen bei ungelernten 1-Euro-Kräften bis hin zu AkademikerInnen mit höheren tariflichen Entlohnungen. Eingestellt werden diese MitarbeiterInnen nicht aus sozialen Gründen, sondern weil sie gute Arbeit leisten können. Auf ihre Motivation wird schon bei der Einstellung geachtet.

Verantwortlich für das Arbeitsergebnis sind die archivischen Betreuer, die eine laufende Qualitätssicherung zu gewährleisten und damit ihre Führungsaufgaben wahrzunehmen haben. Ungeachtet einer regen Fluktuation der nicht-selbständigen Mitarbeiter werden diese in vollem Umfang in die archivische Arbeitswelt einbezogen, um ein Zugehörigkeitsgefühl sicherzustellen. Mit einem Arbeitsaufwand von wöchentlich 8-10 Stunden könne eine Führungskraft somit eine Erschließungsleistung von jährlich 500-700 laufenden Metern verantworten.Weiterlesen

Gemeinsame Arbeitssitzung

Ein Gastbeitrag von Dr. Philip Haas

Der zweite Tag des Kongresses in Wolfsburg begann direkt mit einer großen Veranstaltung. In der einzigen Gemeinsamen Arbeitssitzung des 87. Deutschen Archivtags wurde aus verschiedenen Perspektiven der Umgang mit Überlieferungsmassen beleuchtet.

Zu Beginn der Arbeitssitzung stellte die Sektionsleiterin grundlegende Überlegungen zum Thema des diesjährigen Deutschen Archivtages an. Das Problem der Massenakte sei nicht neu, aber die digitale Massenakte stelle die Archivlandschaft vor neue Herausforderungen. Ein Königsweg zur nachhaltigen Überlieferungsbildung und digitalen Langzeitarchivierung stehe bislang noch aus.

Stieß auf großes Interesse: Die Gemeinsame Arbeitssitzung. Foto: VdA

Katharina Tiemann und Dr. Peter Worm vom LWL skizzierten die Schwierigkeit, vor welche digitale Massenakten gerade kleinere Kommunalarchive stellten und präsentierten ein mögliches Lösungskonzept am Beispiel des elektronischen Bewertungsprogramms „Anlei“ . Die Umstellung von Papier- auf eAkten verlange neue Strategien der Überlieferungsbildung in Form digitaler Bewertungssysteme. Angesichts beschränkter Ressourcen ermögliche ein „intelligentes Überlieferungswerkzeug“ die effektive Überlieferungsbildung mittels verschiedener Marker und Schnittstellen zur Übernahme der Metadaten. Es bestehe ein erhebliches Rationalisierungs- und Automatisierungspotenzial, sofern die Archive sich auf die technischen Entwicklungen einließen.Weiterlesen